Konzept

Zentrale Schulverwaltungsumgebung (ZSVU)

Seit Herbst 2016 wird sukzessive die Zentralen Schulverwaltungsumgebung basierend auf einer Terminalserverlösung an den Berliner Schulen eingeführt. Der dezentrale Administrations-, Datenschutz- und IT-Sicherheitsaufwand wird so zu einem sehr großen Teil in ein zentrales Rechenzentrum verlagert. Auf den Arbeitsplatz-PCs in der Schule werden deshalb nur ein einfaches Betriebssystem und ein Internetbrowser benötigt, um eine Verbindung mit einem Terminalserver herzustellen, wo die eigentlichen Anwendungen laufen. Auch die Daten werden physikalisch im Rechenzentrum gespeichert, wobei der Zugriff auf diese Daten ausschließlich durch die jeweilige Schule erfolgt.

Für den Nutzer selbst ändert sich in der alltäglichen Bedienung kaum etwas. Nach dem Start des Arbeitsplatzrechners ist lediglich der Aufbau einer gesicherten Verbindung zum Terminalserver notwendig. Anschließend erscheint auf dem Bildschirm der Schuldesktop im Windows 8.1 Design. Dort wird neben den gebräuchlichen Funktionen des Betriebssystems auch die Standardsoftware, die die Schule bisher benutzt hat, bereitgestellt. Die Verwendung der Software erfolgt so, als würde sie auf dem PC selbst ausgeführt.

Berliner Lehrkräfte-Unterrichts-Schul-Datenbank (LUSD)

Nach einer Markterkundung, in der anhand von festgelegten fachlichen und technischen Kriterien eine für das Land Berlin geeignete Schulmanagementsoftware gesucht wurde, wurde die Entscheidung getroffen, die vom Hessischen Kultusministerium entwickelte Lösung „Lehrer- und Schülerdatenbank“ zu übernehmen und auf die spezifischen Belange des Berliner Schulwesens anzupassen. Die LUSD ist eine webbasierte und mandantenfähige Schulmanagementsoftware, die in Hessen flächendeckend an allen Schularten seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt wird.

Neben den Grundfunktionen einer solchen Software (Schul-, Schüler-, Lehrer- und Unterrichtsstammdatenverwaltung sowie Zeugnisdruck) bietet die LUSD außerdem die folgenden Funktionen:

  • Schülerlaufbahn verfolgen
  • Kandidatenverfahren (Einschulung, Übergang in die Sek-I, Übergang in die Berufsvorbereitung)
  • Zentrale Datenbank liefert gem. der rechtlichen Vorgaben folgende Informationen:
    • Schülerdatei gem. § 64a SchulG,
    • Statistiken, KMK-Individualdatensatz,
    • Daten zur Schulpflichtüberwachung.
  • Plausibilitätsprüfung von Abschlüssen auf der Grundlage der erfassten Schülerleistungen vor dem Hintergrund der in den Stufenverordnungen beschriebenen Abschlussbedingungen

Seit dem 12. Juni 2017 wird die Berliner Lehrkräfte-Unterrichts-Schul-Datenbank (LUSD) an den öffentlichen Schulen des Landes Berlin ausgerollt.